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Der Vorstand der MAL Ungarische Aluminium Produktions- und Handels-AG beschloss, die Aluminiumhütte in Inota Anfang des kommenden Jahres stillzulegen.

Die Entscheidung wird durch die ständig steigenden Strompreise in Ungarn einerseits und den schwachen Dollar andererseits begründet, wodurch der Gesellschaft Verluste in Milliardenhöhe entstanden. Bei der auf der Elektrolyse beruhenden Technologie werden für die Erzeugung jeder Tonne Aluminium 16.000 kWh Elektroenergie benötigt, der Wert des Aluminiums setzt sich somit heute fast zur Hälfte aus dem Energie-Preis zusammen.

 

Die Stilllegung wird am 1. Januar 2006 anlaufen und 5 Wochen andauern. Als Folge der Maßnahme wird ein Personalabbau von 320 Arbeitskräften vorgenommen. In der Elektrolysehalle mit einer Grundfläche von 16.000 m2 werden die 176 Elektrolyse-Zellen abgebaut und die Halle wird künftig anderweitig genutzt.

 

Die Stilllegung der Elektrolyse berührt jedoch nicht die Fertigung von Aluminium-Halbzeug, dessen Produktion auf der Basis von gekauftem Hüttenaluminium und Aluminiumschrott fortgeführt wird. Die Gesellschaft plant sogar, ihren Ausstoß an Aluminium Halbzeug bis zum Jahre 2010 um 50 % zu steigern. Als Ersatz für die Hütte wird bis Ende dieses Jahres eine neue Schmelzkapazität mit einem Investitionsaufwand von 1,2 Milliarden Forint zum Einschmelzen des gekauften Aluminiums ausgebaut.

 

Durch die Stilllegung der Hütte wird die aus der Tonerdefabrik Ajka gelieferte metallurgische Tonerde in einer Menge von 65 kt/Jahr nicht mehr benötigt. Diese Menge stellte etwa 20 % der Produktionskapazität der Tonerdefabrik dar. Der erhebliche Anteil der künftig „frei werdenden“ Tonerde kann durch die Gesellschaft vermarktet werden.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Aluminiumhütte in Inota wurde 1952 in Betrieb genommen, ihre maximale Kapazität erreichte 35 kt/Jahr und bis zur geplanten Stilllegung wird sich die Produktion auf 1.590 kt Aluminium belaufen; das entspricht zur Zeit 5 % der Jahresproduktion der Welt.
  • In Ungarn gab es (einschließlich der Hütte in Inota) vier Aluminiumhütten:
    • Die Aluminiumhütte von Csepel wurde 1935 in Betrieb genommen, ihre Kapazität betrug 5 kt/Jahr. Infolge der Beschädigung durch die Bombenangriffe während des zweiten Weltkrieges wurde sie 1946 endgültig stillgelegt.
    • Die Aluminiumhütte Tatabánya wurde 1940 in Betrieb genommen, ihre maximale Kapazität erreichte 18 kt/Jahr, 1991 wurde sie wegen der hohen Energiepreise stillgelegt.
    • Die Aluminiumhütte Ajka hat ihre Produktion 1943 aufgenommen, ihre maximale Kapazität erreichte 22 kt/Jahr, sie wurde gleichzeitig mit der Hütte in Tatabánya stillgelegt.

Székesfehérvár, 30. Juni 2005


MAL - Magyar Alumínium Termelő és Kereskedelmi Zrt. - 8400 Ajka, Gyártelep hrsz. 598/15. - mal@mal.hu
Handelsreg.Nr.: Cg. 19-10-500274 EU SteuerNr.: HU 12516564